Methodik & Bewertungs-Rubrik
Diese Seite beschreibt, was gilt, nicht, wie es dazu kam. Jede Änderung an den Regeln steht mit Datum, Vorher, Nachher und Grund im Protokoll, die Umstellung auf dieses Regelwerk dort mit den Zahlen jeder Akte vor und nach dem Wechsel. Die vorherige Fassung steht als Archiv bereit.
True₿ias ordnet öffentliche Markteinschätzungen von Bitcoin-Influencern ein. Alle Einordnungen sind redaktionelle Werturteile: subjektiv, aber nach festen, hier offengelegten Kriterien. Diese Seite ist unsere Selbstverpflichtung: Nach denselben Maßstäben bewerten wir jede Aussage, unabhängig von Influencer, Reichweite oder Richtung.
Fünf Grundsätze tragen jede Regel unten: Gezählt wird eine These, nicht ein Post. Gelesen wird beim Erfassen, danach entscheidet die Regel. Kein Stil darf die Zahl verschieben, weder Häufigkeit noch Neutralität. Eine Regel gilt für alle offenen Aussagen, gleich wie alt der Post ist; gefällte Urteile bleiben, wie sie sind. Und die Unsicherheit einer Zahl wird über die ehrliche Zahl der Fälle beziffert.
1. Was wir erfassen
Grundlage sind ausschließlich öffentlich zugängliche Aussagen der genannten Influencer (abgerufen über die offizielle X-API). Wir übernehmen keine Volltexte, sondern verfassen eine kurze Zusammenfassung in eigenen Worten und verlinken die Originalquelle. Eine KI (Claude) darf dafür Entwürfe vorschlagen, aufgenommen und eingeordnet wird jede Aussage erst nach menschlicher Prüfung und Freigabe. Erfasst werden Aussagen mit einer erkennbaren Markteinschätzung zu Bitcoin.
Enthält ein Beitrag Bilder (meist Kurs-Charts), fließen sie in die KI-Vorverarbeitung ein: Kursmarken, Level und die Aussage des Charts werden für den Entwurf mit ausgewertet. Die Bilder selbst speichern und veröffentlichen wir nicht (Details in der Datenschutzerklärung).
Womit wird begründet? Zu jeder Aussage halten wir fest, worauf sich der Influencer beruft, als Schlagworte aus einem gepflegten Kanon (Abschnitt 9), etwa Chart-Technik, ETF-Flows, Halving/Zyklus, Geldpolitik oder On-Chain-Daten. Die KI schlägt sie vor, übernommen werden sie nach Prüfung. Die Schlagworte ändern keine Bewertung. Aussagen vor Ende August 2026 tragen noch keine.
Welche Art von Aussage ist es? Zu jeder Aussage halten wir fest, wie sie überprüfbar ist: Richtung mit Zeitraum, Preisziel, Muster oder Abfolge („erst X, dann Y“) oder Haltung: eine Meinung ohne Ziel und ohne Frist. Mehrfachnennung ist möglich. Die Art ändert keine Bewertung; sie steht als eigene Zeile in der Akte. Für ältere Aussagen wird sie aus den vorhandenen Feldern abgeleitet, abgeleitet, nicht bestätigt.
Rückwirkende Erfassung aus dem X-Archiv: Aussagen aus der Zeit vor dem Beobachtungsbeginn einer Akte holen wir über die Archivsuche der X-API und erfassen sie mit demselben Filter, derselben Analyse und derselben Bestätigung wie neue Posts. Archiv-Aussagen tragen im Datensatz dauerhaft die Herkunft „Archiv“. Aussagen, die ein Filter übersieht, sind eine bekannte Lücke.
Der Zeitpunkt einer Aussage ist der des Posts. Wo keine Uhrzeit gespeichert ist, ergibt sie sich aus der Kennung des Posts auf X, die den Zeitpunkt auf die Millisekunde enthält. Nur wo beides fehlt, gilt der Kalendertag, dann ist die Reihenfolge zweier Aussagen desselben Tages unbekannt, und keine löst die andere ab (Abschnitt 6).
2. Sentiment: bullisch · neutral · bärisch
Jede Aussage erhält die Grundstimmung, die ein durchschnittlicher Leser ihr entnehmen würde:
- bullisch: erwartet steigende Kurse: Kaufsignale, höhere Kursziele, „Boden ist drin“.
- neutral: abwartend oder beidseitig: „kann in beide Richtungen“, Bedingungen ohne klare Präferenz, reine Beobachtung oder Nachricht.
- bärisch: erwartet fallende Kurse: Verkaufs-/Warnsignale, tiefere Ziele, „Top ist drin“.
Ironie, Zitate und Nachrichtenwiedergabe ordnen wir nach dem erkennbaren eigenen Standpunkt des Influencers ein, im Zweifel neutral. Was eine neutrale Aussage für die Auswertung bedeutet, steht in Abschnitt 6.
3. Der aktuelle Bias-Wert (Lager)
Der angezeigte Bias eines Influencers ergibt sich allein aus den Aussagen von heute (bullisch/neutral/bärisch, netto über alle heutigen Aussagen). Gibt es heute keine Aussage, greifen wir auf gestern zurück und kennzeichnen den Wert als von gestern. Gibt es weder heute noch gestern eine Aussage, steht dort „kein klares Bias“ (im Radar-Balken: „ohne Aussage“) statt eines veralteten Werts. Der 14-Tage-Verlauf dient als Kontext, fließt aber nicht in den Wert ein. Dieses Modell beschreibt das kurzfristige Bias; mittel- und langfristig stehen daneben (Abschnitt 4).
Das Verdikt der Influencer: ein Wort je Horizont
Die Lager der einzelnen Influencer werden je Horizont zu einem Wort verdichtet. Gezählt werden nur Influencer, die sich in diesem Horizont geäußert haben („aus 9 von 16“); wer ohne Aussage ist, zählt nicht mit, Schweigen ist keine Meinung und steht im Balken getrennt von „neutral“.
Diese Wörter gelten überall gleich, wo Influencer oder Akten auf dieser Skala gelesen werden: im Radar, auf der Verkaufsseite von TruEdge und in den Benachrichtigungen, seit dem 25. September 2026 aus derselben Regel (die Umstellung steht im Protokoll). Der Tacho auf dem Start von TruEdge liest einen eigenen Stimmungswert von −100 bis +100 mit eigenen Wörtern (Abschnitt 9). Zwei Gruppen im Vergleich sind einig, wenn ihre Werte auf der Skala weniger als 10 Punkte auseinanderliegen, sonst uneinig; der Abstand steht immer in Punkten.
4. Zeithorizonte: kurzfristig · mittelfristig · langfristig
Viele Einschätzungen haben mehrere Horizonte, „erst Anstieg bis 77k, danach tiefer“ ist kurzfristig bullisch und langfristig bärisch. Die drei Horizonte stehen deshalb im Radar nebeneinander, jeder mit eigener Zählung; ein leeres Band verschwindet nicht, „keine Aussage“ ist eine Auskunft.
Der Horizont ergibt sich aus dem Zeitfenster der Aussage: Nennt ein Beitrag ein erkennbares Zeitfenster („bis Freitag“, „diesen Monat“, „Jahresende“), erfassen wir es als „gültig bis“: die Fensterlänge bestimmt das Band:
Zwei Fenster, die man nicht verwechseln darf. Das Einordnungsfenster sagt, in welches Band eine Aussage gehört. Das Anzeigefenster ist nur die Achse des Kursverlaufs: Es beginnt bei der ältesten offenen Aussage des gewählten Bands und endet jetzt. Der Horizont ist eine Eigenschaft der Aussage, nicht des Charts.
Das Radar: Bänder, Chart, Heute
Das Radar zeigt die Gegenwart: alle drei Horizonte als Bänder, darunter den Kursverlauf des gewählten Bands, darunter den Tag. Es zählt nach demselben Regelwerk wie die Akten (seit dem 25. September 2026; die Umstellung steht im Protokoll).
- Vier Teile im Balken: bärisch, bullisch, neutral, und ohne Aussage; die Legende darunter nennt sie. Ein Influencer ohne offene Aussage im Band zählt nicht als neutral.
- Offen heißt: Die Aussage zählt gerade ins Verdikt ihres Bands, das kurzfristige Band nach Abschnitt 3, eine Aussage mit offenem Fenster zählt weiter, solange es läuft; mittel- und langfristige, solange ihr „gültig bis“ nicht erreicht ist (Langfrist ohne Fenster: 2 Monate ab Äußerung). Diese Aussagen stehen als Marker im Kursverlauf.
- Wer gedreht hat, zählt mit der neuen Richtung. Löst eine Aussage eine ältere ab, das tut nur die Gegenrichtung im selben Horizont (Abschnitt 6), zählt die ältere ab diesem Moment nicht mehr ins Verdikt, und mit ihr keine ihrer Bekräftigungen (seit dem 26. September 2026; vorher zählten sie im Radar in der alten Richtung weiter). Eine neutrale Aussage beendet keine These, auch im Radar nicht: Sie steht als neutrale Aussage im Band, die These zählt weiter. Bis zum 25. September 2026 galt sie im Radar als Rücknahme, und der Influencer stand danach „ohne Aussage“.
- Die Zeile „seit gestern“ und „Veränderung“: Einmal am Tag wird je Band festgehalten, wie sich die Influencer verteilen; die Zeile unter der Überschrift und „Veränderung“ in den Details vergleichen damit, nur mit Ständen, die nach demselben Regelwerk gezählt sind. Ein Unterschied ohne Zeitangabe steht nirgends.
- Heute: die neuen Aussagen der letzten 24 Stunden an ihrer Uhrzeit auf der Kurslinie, darunter „Entschieden heute“: jede Aussage, die heute ihr Ergebnis bekommen hat, mit Grund (Abschnitt 5). Entschieden heißt gehalten oder daneben. Getrennt davon steht, was durch eine neuere Aussage desselben Influencers ersetzt wurde und kein Ergebnis hat. Darunter die nächsten Fristen, eine endende Frist ist noch keine Entscheidung.
5. Wenn das Zeitfenster endet: die Fenster-Auflösung
Drei Gründe für das Ende einer Aussage, die unterscheidbar bleiben: Frist abgelaufen, abgelöst (der Influencer hat im selben Horizont die Richtung gewechselt; die Aussage wird im Moment des Wechsels bewertet und trägt ihre Laufzeit) oder Ziel erreicht (ein genanntes Kursziel wurde berührt, bevor die Aussage abgelöst wurde oder ablief). Aussagen ohne eigenes Fenster heißen „ohne eigene Frist“. Jede Entscheidung trägt den Zeitpunkt ihrer Bestätigung, daraus entsteht „Entschieden heute“.
Läuft das Fenster einer offenen Aussage ab, wertet der Server die Bitcoin-Kursbewegung im Fenster automatisch und ohne Ermessen aus: Binance-Tagesschlusskurse (BTC/USDT), auf ein Wochen-Äquivalent normiert (Schwankung wächst etwa mit der Wurzel der Zeit) und gegen die Richtung der Aussage gehalten. Das Ergebnis ist ein dokumentierter Kurs-Fakt und erscheint als Vorschlag für das Ergebnis, das Urteil selbst trifft ein Mensch (Abschnitt 6). Aussagen ohne eigenes Fenster werden gegen ihr Ersatzfenster gerechnet (unten).
Standardfenster und Ersatzfenster: Nennt eine kurzfristige Aussage kein eigenes Zeitfenster, gilt Post-Datum + 7 Tage als „gültig bis“. Ein gesetztes Fenster ist im Datensatz als Standard markiert und von einem genannten unterscheidbar. Seit dem 26. September 2026 gilt dieselbe Regel für jede Aussage mit Richtung ohne Fenster, auch für ältere, die vor dem Standardfenster erfasst wurden: Sie wird gegen Post-Datum + 7 Tage gerechnet, mit Langfrist-Markierung gegen Post-Datum + 2 Monate: das Ersatzfenster. Es wird nicht in den Datensatz geschrieben, gilt aber überall gleich: für die Bewertung, für Bekräftigungen (Abschnitt 6), im Radar und für den Referenz-Bot. Bis dahin galt für solche Aussagen das Ende ihres Monats. Gefällte Urteile bleiben; die Regel trifft offene Aussagen. Selbst genannte Fristen, die bei der Erfassung übersehen wurden, trägt die Redaktion nach, wenn sie wörtlich im Text stehen und nach vorn zeigen („bis Ende des Monats“), nie aus einem Rückblick („seit letzter Woche“); ein solcher Nachtrag an einer offenen Aussage ist keine Korrektur, sondern Erfassung.
Drei Bezugspunkte: Frist, Kursziel, ohne eigene Frist
Jedes Ergebnis ist eine Beurteilung der Redaktion: gegen den Kursverlauf bis zu einem von drei Bezugspunkten. Welcher gilt, folgt aus der Art der Aussage (Abschnitt 1):
- Mit Frist: eine Aussage mit Richtung und „gültig bis“: selbst genannt, von der Redaktion gesetzt oder das Standardfenster; nach einer Ablösung zählt die Zeit bis zur ablösenden Aussage. Beurteilt wird der Kursverlauf bis zur Frist. Nennt die Aussage zusätzlich ein Kursziel, gehört sie hierher.
- Mit Kursziel: eine Aussage mit genanntem Preisniveau, aber ohne Frist. Das Ziel gilt im Ersatzfenster (Post-Datum + 7 Tage, langfristig + 2 Monate; nach einer Ablösung bis zur ablösenden Aussage): Berührt ein Tagesschluss das Ziel in dieser Zeit, hat die Aussage gehalten; sonst wird sie wie jede andere gegen den Kursverlauf im Fenster beurteilt. Bis zum 26. September 2026 galt dafür das Ende ihres Monats.
- Ohne eigene Frist: alles Übrige, etwa ein Muster ohne Zeitraum. Beurteilt wird der Kursverlauf bis zum Ende des Ersatzfensters (Post-Datum + 7 Tage, langfristig + 2 Monate); bis zum 26. September 2026 hieß der Teil „ohne Frist (bis Monatsende)“ und reichte bis zum Ende des Monats.
Die Akte zeigt, wie viele Aussagen zu welchem Bezugspunkt gehören, und aufgeklappt je Bezugspunkt die Trefferquote mit Fallzahl, gehalten gegen daneben, aus denselben entschiedenen Aussagen wie die Trefferquote der Akte (Abschnitt 8). Zusammen ergeben die drei Teile die Aussagen der Akte. Für ältere Aussagen ist die Art aus den vorhandenen Feldern abgeleitet, nicht bestätigt.
6. Das Ergebnis einer Aussage und wie gezählt wird
Im Rückblick beurteilen wir, ob eine Aussage gehalten hat: gemessen an der tatsächlichen Bitcoin-Kursentwicklung. Der Bewertungszeitraum ergibt sich aus der Aussage selbst (Zeitfenster; ein genanntes Ziel gilt in diesem Fenster); nennt sie keinen, gilt das Ersatzfenster: Post-Datum + 7 Tage, langfristig + 2 Monate (Abschnitt 5; bis zum 26. September 2026 das Ende ihres Monats). Der Kurs-Fakt der Fenster-Auflösung (Abschnitt 5) ist eine harte Grundlage; das Ergebnis ist die Einschätzung des Betreibers nach dieser Rubrik, für alle Akten dieselbe, jede Entscheidung über den Quell-Link nachvollziehbar. Öffentlich trägt jede Aussage eines von fünf Ergebnissen:
Die Summe geht auf: gehalten, daneben, unentschieden, offen und nicht prüfbar ergeben zusammen die Aussagen einer Akte.
Die fünf Stufen der Redaktion
Geurteilt wird in fünf Stufen; öffentlich stehen sie nur aufgeklappt, etwa an einer angetippten Aussage der Chronik. Gehalten heißt sehr gut oder gut, daneben schlecht oder sehr schlecht. Die Punkte dienen nur dem Schnitt auf der Skala −2 bis +2 in der Akte; die Trefferquote zählt nach den Ergebnissen.
Beurteilt wird die Aussage, nie der Influencer. „Daneben“ heißt: Diese eine Einschätzung hat sich nicht bestätigt, nicht mehr und nicht weniger.
Eine These zählt einmal: Bekräftigungen
Sagt jemand im selben Horizont noch einmal dasselbe Lager, solange seine erste Aussage noch steht (ihr Fenster läuft und sie ist nicht abgelöst), ist das eine Bekräftigung: dieselbe Wette auf denselben Kursverlauf. Bewertet wird die These ein einziges Mal: an ihrer ersten Aussage. Die Bekräftigungen bleiben in der Chronik sichtbar („↻ bekräftigt“), die erste Aussage zeigt, wie oft sie bekräftigt wurde; gezählt und gewichtet werden sie nicht.
Ob eine Aussage eine Bekräftigung ist, entscheidet diese Regel, ohne Lesen, ohne Ermessen, allein aus Influencer, Horizont, Lager, Frist, Kursziel und Zeit. Für den Ausgang zählt, auf welchen Kursverlauf gewettet wird, nicht die Wortwahl. Dieselbe Wette ist es, wenn die Aussage keine eigene Frist und kein eigenes Kursziel nennt, oder wenn ihre eigene Frist ein Prüffenster ergibt, das sich mit dem der These zu mindestens der Hälfte überschneidet (Überschneidung geteilt durch das kürzere der beiden Fenster), und ihr Kursziel höchstens 2 % abweicht. Eine Aussage mit eigener, kaum überlappender Frist oder einem anderen Kursziel ist eine neue, einzeln prüfbare Behauptung: Sie zählt als eigene Aussage mit eigenem Prüffenster und wird selbst bewertet (seit dem 11. Oktober 2026, Regel R1b; vorher galt jede Wiederholung als Bekräftigung). Mehrere solche Wetten desselben Lagers stehen im selben Horizont nebeneinander; die Gegenrichtung löst alle stehenden Wetten des anderen Lagers ab. Eine Wiederholung verlängert die These auch nicht, nach ihrem Fenster beginnt eine neue. Eine These ohne eigenes Fenster steht bis zum Ende ihres Ersatzfensters (Post-Datum + 7 Tage, langfristig + 2 Monate), genau so lange, wie sie bewertet wird (Abschnitt 5); danach beginnt auch hier eine neue. Bis zum 26. September 2026 stand sie bis zum Ende ihres Monats.
Zeitlich nah und derselbe Aspekt (seit dem 31. Oktober 2026, Regel R1c): Eine Wiederholung gehört nur dann zur These, wenn sie höchstens 7 Tage (kurzfristig), 14 Tage (mittelfristig) oder 30 Tage (langfristig) nach dem Start der These kommt und denselben Aspekt trägt. Das gilt in den ersten zwei Tagen immer (meist ist es dieselbe Aussage in anderen Worten); danach nur, wenn sie mit irgendeiner Aussage der These mindestens eine Begründung oder eine Erzählung teilt. Ist eine Aussage noch nicht auf Begründungen geprüft, wird sie gebündelt, bis das nachgeholt ist; nennen beide geprüft keine Begründung, wird gebündelt; nennt nur eine Seite eine, ist es eine eigene Aussage. Grund ist eine Gegenprobe: Der Betreiber beurteilte 30 gebündelte Aussagenpaare blind, 24 davon waren eigene Wetten. Die frühere Regel stimmte mit 6 von 30 Urteilen überein, die jetzige mit 20 von 30. Wenn Begründungen nachgetragen werden, können sich Thesen dadurch ändern; jede Änderung einer Zahl steht mit Datum im Protokoll.
Warum das wichtig ist: Wer eine These oft wiederholt, liegt mit ihr eher daneben. Im Bestand hielten Bekräftigungen kurzfristiger Thesen zu 52 %, die Thesen selbst zu 67 %, gleich, ob die Wiederholung am selben Tag oder eine Woche später kam (Messung vom 23. September 2026). Würde jede Wiederholung einzeln zählen, bestimmte die Lautstärke die Trefferquote; und die Fallzahl sähe größer aus, als sie ist, eine Akte wirkte belastbarer, als ihre Thesen hergeben.
Neutrale Aussagen zählen nicht
Eine neutrale Aussage steht in der Akte, mit ihrem Ergebnis, aber sie zählt nicht in die Trefferquote und beendet keine These. In der Akte heißt sie ohne Richtung (Zeichen –), „neutral“ bleibt dort dem Ergebnis vorbehalten. Zwei Gründe:
- Meist behauptet sie nichts Prüfbares. Neutrale Aussagen hielten im Bestand im Verhältnis 4,8 : 1 (gehalten gegen daneben), gerichtete im Verhältnis 1,2 : 1, nicht, weil neutral klüger wäre, sondern weil sich eine Aussage ohne Richtung kaum widerlegen lässt. Keine Teilmenge (auch nicht die mit genannter Frist oder dem Wort „seitwärts“) war ausgewogen. Zählte neutral mit, hebe es jede Trefferquote, je öfter jemand neutral bleibt.
- Könnte eine neutrale Aussage eine These beenden, wäre sie ein kostenloser Rückgängig-Knopf: These aufstellen, bei Gegenwind etwas Neutrales posten, und die These wäre nach weniger als 24 Stunden nicht prüfbar. Im Bestand wären so 335 Thesen beendet worden, fast immer durch eine Nachricht oder Beobachtung, nicht durch eine Rücknahme. Wer seine Meinung wirklich ändert, sagt die Gegenrichtung, und die wird selbst gezählt.
Ablösung durch die Gegenrichtung
Wechselt jemand im selben Horizont die Richtung, bullisch wird bärisch oder umgekehrt, entsteht eine neue These, und die erste wird verkürzt: Ihr Ergebnis bezieht sich nur auf den Zeitraum, in dem sie tatsächlich stand, von ihrer Äußerung bis zur ablösenden Aussage. Stand sie keine 24 Stunden, gilt sie als nicht prüfbar. Kein Wechsel, und damit keine Verkürzung, sind eine Bekräftigung, ein neues Kursziel in derselben Richtung und eine gegenläufige Aussage zu einem anderen Horizont (das ist eine Divergenz).
Die Ablösung gilt für jede offene These, gleich wie alt der Post: auch für Aussagen, die rückwirkend aus dem Archiv erfasst werden. Gefällte Urteile bleiben, wie sie gefällt wurden, samt der Standzeit, unter der das geschah. Ist die Reihenfolge zweier Aussagen desselben Tages unbekannt (Abschnitt 1), löst keine die andere ab.
7. Monatsabschluss: wann Bewertungen zählen
Bewertungen zählen monatsweise, und der Abschluss ist automatisch: Ein Monat fließt in die Statistik ein, sobald er vorbei ist und höchstens zwei seiner zählenden Aussagen noch offen stehen. Ab drei offenen wartet er. Bekräftigungen und neutrale Aussagen brauchen kein Urteil und halten keinen Monat auf. Die Toleranz von zwei ist nötig, weil einzelne langfristige Thesen über Monate offen bleiben; ohne sie würde so ein Monat nie zählen. Es gibt kein redaktionelles Häkchen, der Zustand ergibt sich aus den Daten.
Anti-Rosinen-Prinzip: Es zählt der (praktisch) komplette Monat oder gar nichts, man kann nicht nur die passenden Bewertungen herauspicken und die unbequemen liegen lassen. Jede Änderung an einer bereits beurteilten Aussage und jede Entfernung einer Aussage erscheint im öffentlichen Korrektur-Protokoll (Abschnitt 12), gleich ob ihr Monat schon zählt. Keine Korrektur sind das erste Urteil über eine offene Aussage und neue Aussagen selbst.
Akte in Aufarbeitung: Wird eine Akte aus dem Archiv vervollständigt, kommen übersehene Aussagen zunächst offen hinzu, und Monate fallen vorübergehend aus der Wertung. Damit dabei keine Zahl springt, die keine Aussage verändert hat, stehen Trefferquote, entschiedene Aussagen und alles, was daran hängt, während der Aufarbeitung auf dem Stand vom Beginn, die Akte nennt dieses Datum. Die Chronik darunter bleibt live. Nach dem Ende der Aufarbeitung rechnet alles wieder mit dem vollständigen Stand. Beginn und Ende stehen mit Datum im Protokoll (seit dem 10. Oktober 2026), und die Akte trägt den Hinweis „In Aufarbeitung seit [Datum]. Aussagen werden neu geprüft, Werte vorläufig.“ Akten in Aufarbeitung zählen für die Schwellen mit ihrem Stand vom Beginn: Wer sichtbar war, zählt für die Schwelle weiter. Für Aussagen über die Lage zum Zufallsbereich („x von y“) zählen sie nicht.
8. Die Trefferquote: entschiedene Aussagen
Die öffentliche Zahl jeder Akte ist die Trefferquote: wie viel Prozent der entschiedenen Aussagen gehalten haben. Entschieden ist eine Aussage mit dem Ergebnis gehalten oder daneben (Abschnitt 6). Aussagen mit dem Ergebnis unentschieden zählen nicht, weder oben noch unten: Eine Aussage, die weder recht noch unrecht bekam, zur Hälfte als Fehlschlag zu verbuchen, wäre falsch. Sie bleiben sichtbar, im Ergebnisbalken und in der Zeile unter jedem Namen.
Zwei Dinge sind nicht dasselbe: die neutrale Aussage, in der Akte „ohne Richtung“ (sie zählt nicht, Abschnitt 6), und das Ergebnis unentschieden einer gerichteten These (geprüft, und der Verlauf gab weder recht noch unrecht, sie fällt aus dem Nenner). Nicht zu verwechseln sind beide mit dem Ergebnis nicht prüfbar: ohne prüfbare Behauptung oder von uns nicht beurteilbar: Das zählt weder als entschieden noch als neutral; der zweite Grund geht auf unser Konto, nie auf das des Influencers.
Vom Post zur Trefferquote
Auf der Seite stehen drei Zahlen, die nicht dasselbe zählen: erfasste Posts (jeder Post, auch jede Bekräftigung), Aussagen (eine Aussage je These) und entschiedene Aussagen (nur sie tragen die Trefferquote). Der Trichter zeigt, wie aus der einen die andere wird, gezählt über alle öffentlichen Akten ohne die Betreiber-Akte und ohne die Akten in Vorbereitung. Die Summen gehen jedes Mal auf.
| erfasste Posts | 3.028 |
| − Bekräftigungen | 975 |
| eigenständige Aussagen | 2.053 |
| − Aussagen ohne Richtung | 829 |
| Aussagen mit Richtung | 1.224 |
| − Ergebnis unentschieden | 350 |
| − Ergebnis offen | 222 |
| − Ergebnis nicht prüfbar | 95 |
| entschieden | 557 gehalten 319 · daneben 238 |
Bekräftigungen sind Posts, die dieselbe These im selben Horizont wiederholen, solange die erste Aussage steht (Regel R1, Abschnitt 6). Ohne Richtung sind Aussagen, die weder bullisch noch bärisch sind. Bei den Aussagen mit Richtung ist das Ergebnis unentschieden, offen oder nicht prüfbar, solange kein Urteil gehalten oder daneben vorliegt. Nur gehalten und daneben ergeben die Trefferquote. Die Tabelle ändert keine Trefferquote, sie benennt, was nicht mitzählt.
Die Trefferquote ist ungewichtet: jede These zählt gleich, gleich welcher Horizont. Eine gewichtete Lesart gibt es nicht: Der Horizont einer Aussage ist in den meisten Fällen unsere Voreinstellung (Abschnitt 4), nicht die Angabe des Influencers, und eine Gewichtung danach würde vor allem diese Voreinstellung gewichten.
Die Farbe einer Trefferquote ist überall dieselbe, im Vergleich, auf den Karten des Logbuchs, in der Akte, auf dem Teilen-Bild und in TruEdge: ihre Lage zum Zufallsbereich (unten). Grün liegt darüber, grau darin, rot darunter; ein Zeichen daneben sagt dasselbe ohne Farbe. Unter vier entschiedenen Aussagen liegt jede Trefferquote im Zufallsbereich. Bis zum 25. September 2026 färbten Karten und Akte nach einem Verhältnis (grün ab 2 : 1 gehalten, rot ab 1 : 2, dazwischen ohne Farbe) und der Vergleich nach dem Zufallsbereich, dieselbe Akte stand an zwei Stellen in zwei Farben; die Umstellung steht im Protokoll.
Der Vergleich: Zufallsbereich statt Rangliste
Im Logbuch ist jede Akte ein Punkt, rechts, wer richtig lag (Trefferquote), oben, wie viele Aussagen schon entschieden sind. Der graue Zufallsbereich steht als Trichter um 50 %: Er zeigt, wie weit eine Trefferquote bei der jeweiligen Fallzahl streuen kann, wenn ein Münzwurf die Richtung bestimmt (±1,96 Standardfehler). Jeder Punkt trägt die Farbe seiner Lage: grün rechts außerhalb, belegbar öfter richtig als ein Münzwurf, grau darin, rot links außerhalb. Genau gilt die 50 nur für die automatische Kursauswertung (Abschnitt 5); das Ergebnis nach Rubrik (Abschnitt 6) urteilt feiner, der Trichter ist dafür eine Näherung. Grün heißt auch nicht „besser als eine feste Haltung“: In einem Markt mit klarer Richtung liegt schon über 50 %, wer stur einer Seite folgt, das misst der Referenz-Bot. Der Durchschnitt aller Akten (gepoolt über ihre entschiedenen Aussagen) steht als gepunktete Linie daneben. Bis zum 23. September 2026 lag der Trichter um diesen Durchschnitt; die Umstellung steht im Protokoll. Unter der Grafik stehen die Akten nach ihrer Stufe, sichtbar, beobachtet (Akte in Vorbereitung, nur mit Namen), die Betreiber-Akte, und in jeder Gruppe alphabetisch, ohne Platznummern: Eine Reihenfolge nach Trefferquote läse sich als Empfehlung (bis zum 24. September 2026 standen sie nach Trefferquote; die Umstellung steht im Protokoll). Gerechnet wird über die gesamte Historie.
Sichtbar: genug entschiedene Aussagen
Ob eine Trefferquote trägt, hängt daran, wie viele Aussagen entschieden sind, Zeit steht nur dafür, dass mehr als eine Marktphase erlebt wurde. Seit dem 3. November 2026 hat jede Akte eine von drei Stufen: es gibt nur noch eine öffentliche Stufe, keine Zwischenstufen und keine zweite Mindestgrenze; jede Schwelle ist eine UND-Bedingung:
- Beobachtet: Akte in Vorbereitung: unter 20 entschiedenen Aussagen oder unter drei Monaten: oder die Redaktion hat die Akte noch nicht freigegeben. Darunter zeigen wir eine Akte nicht: keine Trefferquote als Zahl, kein Ergebnis einzelner Aussagen, keine Akte zum Öffnen. Die Aussagen stehen im Radar und in den TruEdge-Neuigkeiten; im Logbuch steht der Name mit „Akte in Vorbereitung“. Seit dem 4. Oktober 2026 steht eine freigegebene Akte in Vorbereitung ab 10 entschiedenen Aussagen im Reiter „Trefferquote“ des Logbuchs als kleiner, grau gestrichelter Kreis mit Kürzel an ihrer Stellung, gezählt wie die Trefferquote öffentlicher Akten (nur zählende Monate, gerundet auf ganze Prozent), ohne Name, ohne Prozentzahl und nie farbig, auch rechts des Zufallsbereichs. Antippen nennt den Namen, „x von y entschiedenen Aussagen gehalten“ und den Weg zu 20 Entscheidungen und drei Monaten; darunter stehen Kürzel und Zahl der Entscheidungen. Eine gepunktete Linie markiert 20 entschiedene Aussagen, sichtbar macht aber erst beides, Fälle und Monate. Nicht freigegebene Akten und die Betreiber-Akte stehen dort nie. Seit dem 4. Oktober 2026 zeigt auch die Logbuch-Tür der Startseite dieselben Kreise nach derselben Regel, ohne Name und ohne Prozentzahl; Antippen öffnet das Blatt „Akte in Vorbereitung“. Gezählt werden dort weiter nur sichtbare Akten. Der Reiter „Festlegung“ und TruEdge zeigen keine Akte in Vorbereitung.
- Sichtbar: durchgezogener Kreis, Zeile und Akte im Logbuch, Punkt im Vergleich, Trefferquote als Zahl: mindestens 20 entschiedene Aussagen und drei Monate.
- Betreiber-Akte: eigener Abschnitt, nie beobachtet, nie im Vergleich und in keiner Gruppe (unten).
Eine Akte öffnet von selbst, sobald sie freigegeben ist und die Stufe „sichtbar“ trägt, die Freigabe bleibt eine Entscheidung der Redaktion. Fällt eine Akte unter die Schwelle, ist sie wieder in Vorbereitung. Beide Übergänge stehen mit Datum im Protokoll. Bis zum 3. November 2026 gab es zwei öffentliche Stufen: „sichtbar“ ab zwanzig entschiedenen Aussagen aus sechs Monaten (gestrichelt) und „belastbar“ ab dreißig (durchgezogen); beide sind in einer Stufe aufgegangen, die Umstellung steht im Protokoll.
Die 20 ist eine Entscheidung, keine Garantie. Die Frage: Wie stark springt die Trefferquote, wenn zehn weitere entschiedene Aussagen dazukommen? Sind die Fälle voneinander unabhängig, und das sind Thesen, seit Bekräftigungen nicht mehr einzeln zählen, liegt der mittlere Sprung bei 20 Fällen genau bei fünf Prozentpunkten, bei 30 bei 3,6 und bei 50 bei 2,3. Gemessen am Bestand (23. September 2026) waren es 7,7 Punkte bei 20 und 3,3 bei 30. Wie sehr eine einzelne Trefferquote schwankt, zeigt deshalb der Zufallsbereich der Grafik: Je weniger entschiedene Aussagen, desto weiter ist er, und nur wer rechts außerhalb liegt, trifft belegbar öfter als ein Münzwurf. Diese Messung ist noch dünn und wird mit jedem Monat dichter.
Wo eine Zahl von Akten steht, kommt sie aus einer Zählung: Influencer sind alle Konten im Radar, Akten die öffentlichen (mindestens sichtbar, dazu die Betreiber-Akte), in Vorbereitung die beobachteten, erfasste Posts sind alle Posts der öffentlichen Akten, auch die Bekräftigungen (gezählt werden Posts, nicht Aussagen; wie daraus die Trefferquote wird, zeigt der Trichter „Vom Post zur Trefferquote“ in Abschnitt 8), auf der Startseite, im Radar, im Logbuch und in den Daten dieselben Zahlen. TruEdge wertet nur öffentliche Akten ohne die Betreiber-Akte aus: den Stimmungswert, die Gruppen, Kurs, Argumente, Verhalten und Vergleich.
Betreiber, die eigene Akte: Der Betreiber von True₿ias wird nach denselben Kriterien erfasst, steht aber außerhalb des Vergleichs: ohne Trefferquote, ohne Ergebnisbalken, ohne Bilanz, die Akte zeigt jede Aussage mit ihrem Ergebnis und ihren Quell-Links, aber keine Zahl über alle. Der Grund liegt im Ergebnis selbst: Es ist bei jeder Akte eine Einschätzung des Betreibers. Bei fremden Akten steht er dabei außerhalb, bei der eigenen nicht; eine Trefferquote entstünde nach derselben Regel, wäre aber nicht mit den anderen vergleichbar. In den Vergleich und den Durchschnitt fließt sie nicht ein.
Wer legt sich fest: Frist oder Kursziel
Die Ansicht „Festlegung“ im Logbuch zeigt je Akte, wie oft sich der Influencer selbst auf eine Frist oder ein Kursziel festlegt. Gezählt werden Thesen mit Richtung; Bekräftigungen und neutrale Aussagen zählen nicht. Die Zahl ist der Anteil, bei dem das Zeitfenster aus dem Text der Aussage stammt oder der Text ein Kursziel nennt; Frist und Kursziel sind gleichwertig, eine Aussage mit beidem ist die höchste Stufe. Die Tabelle trennt „Frist und Kursziel“, „nur Frist“ und „nur Kursziel“. Ein vom System gesetztes Fenster (Standardfenster, Vorschlag der Redaktion) zählt nicht als Festlegung des Influencers. Ein Kursziel ohne eigene Frist prüfen wir im Ersatzfenster (§ 4, Regel R4); bis zum 19. Oktober 2026 zählte nur die Frist, ein Kursziel allein nicht.
Als Grafik: waagerecht die Trefferquote, senkrecht der Anteil der Aussagen mit selbst genannter Frist oder genanntem Kursziel. Zwei gestrichelte senkrechte Linien markieren den Zufallsbereich bei 30 Aussagen (32 bis 68 %, der weiteste Bereich einer sichtbaren Akte), eine waagerechte den Median der Festlegung der gezeigten Akten. Der Hintergrund ist ein weicher Verlauf in drei Spalten und zwei Zeilen: oben rechts grün (über dem Zufallsbereich und höher festgelegt), unten links rot (darunter und niedriger festgelegt), alles andere Sand. Die Farben beschreiben die Lage, keine Wertung; „treffsicher“ steht rechts, „daneben“ links der Grenzen. Bis zum 21. Oktober 2026 teilte der Durchschnitt der Trefferquote der gezeigten Akten die Fläche in „über Ø“ und „unter Ø“; geteilt wird jetzt am Zufallsbereich, die Zahlen sind dieselben. Die Felder färben nur die Fläche; jeder Punkt trägt die Farbe seiner Akte wie im Vergleich, seine Lage zum Zufallsbereich (seit dem 25. September 2026, vorher die Farbe seines Felds). Gezeigt wird, wer sichtbar ist oder in Aufarbeitung steht und mindestens 20 Thesen mit Richtung hat (seit dem 10. Oktober 2026; vorher standen auch sichtbare Akten in Vorbereitung darin). Eine Akte in Aufarbeitung ist gestrichelt gezeichnet, ihre Werte sind vorläufig. Unter der Grafik steht der Stand der Blindprobe der Frist-Erkennung (30 Aussagen von Hand eingestuft, bestanden ab 80 %). Die Zahl ist eine reine Anzeige und kein Urteil: Wer sich oft festlegt, liegt deshalb nicht öfter richtig.
Die Überschrift nennt eine Tendenz („Bisher gilt: Wer sich öfter festlegt, liegt seltener richtig.“ oder „… öfter richtig.“) erst, wenn mindestens 10 sichtbare Akten gezeigt werden und die Rangkorrelation (Spearman) von Trefferquote und Festlegung mindestens 0,4 nach Betrag beträgt (seit dem 19. Oktober 2026; vorher galt eine Korrelation von mindestens 0,5, die auch ohne die Akte mit dem größten Einfluss halten musste, schon ab vier Akten). Sonst steht „Noch kein klares Muster.“ „Vorläufig“ steht, solange weniger als 20 sichtbare Akten gezeigt werden. Die Kreise liegen auf ihrer echten Position; überdecken sich Kreise, werden sie minimal auseinandergeschoben (höchstens 34 Bildpunkte) und ein Punkt mit Linie markiert die echte Lage. Ein Antippen zeigt Trefferquote und Festlegung und führt zur Akte. Unter der Grafik nennt die Basis die Aussagen und Akten, aus denen sie besteht, und wie viele davon in Aufarbeitung stehen; die Zahl ist die Summe der Aussagen der gezeigten Akten, je Akte in der Tabelle. Eine Tendenz beschreibt einen Zusammenhang, keinen Grund.
9. TruEdge
TruEdge ist der Mitgliederbereich. Öffentlich ist die Vorschau. Die Trennlinie: Alles, was einen einzelnen Influencer betrifft (Trefferquote, Akte, Chronik mit Quell-Links, Radar, Protokoll), ist öffentlich; TruEdge zeigt den Querschnitt über die öffentlichen Akten und über die Zeit, seit dem 25. September 2026 ohne die Betreiber-Akte und ohne Akten in Vorbereitung, deren Aussagen dort nur in den Neuigkeiten stehen (ohne Trefferquote). Seit dem 11. Oktober 2026 hat der Bereich fünf Ansichten, alle aus den öffentlichen Daten gerechnet: Start (die Stimmung der Influencer), Kurs (Kursziele und Fristen), Argumente (Narrative und Begründungen), Verhalten (Stärken, Veränderung, Timing) und Vergleich (Akten nebeneinander). Akten stehen überall A bis Z, nie nach Trefferquote: eine Sortierung danach wäre eine Empfehlung. Den Wochenreport, die Suche mit CSV-Ausgabe und den Feed aller Aussagen gibt es in TruEdge nicht mehr (seit dem 12. Oktober 2026); ein Befund aus der Wochenauswertung steht weiter im Radar (unten).
- Hohe Trefferquote und übrige Akten: TruEdge teilt die Akten nach einer Regel in zwei Gruppen. Zur Gruppe Hohe Trefferquote gehören Akten, die sichtbar sind (Abschnitt 8), nicht in Aufarbeitung stehen und deren Trefferquote über dem Zufallsbereich liegt. Übrige Akten sind alle anderen: sichtbar im oder unter dem Zufallsbereich, in Aufarbeitung oder mit zu wenigen Aussagen. Dazu der Schnitt aller. Das Wort beschreibt einen Zustand nach dieser Regel, kein Urteil über das, was als Nächstes kommt. Die Gruppen werden mit dem Stand von heute gebildet, auch in rückblickenden Grafiken. Was die Teilung nicht sagt: dass die eine Gruppe künftig öfter recht hat. Ob eine Trefferquote über dem Zufallsbereich Können ist oder die Belohnung dafür, im richtigen Markt in die richtige Richtung gelegen zu haben, misst der Referenz-Bot (Abschnitt 8); die Teilung beschreibt nur. Die Vorschau und die Brücken auf Radar, Logbuch und Akte teilen weiter nach dem oberen Drittel der sichtbaren Akten (ab neun Akten, vorläufig ab fünf, mindestens zwei je Gruppe); im Logbuch und auf der Akte gibt es seit dem 3. November 2026 keine „obere Gruppe“ mehr.
- Stimmung der Influencer (Start): Je Akte ein Stimmungswert von −100 bis +100: Anteil bullischer minus Anteil bärischer Aussagen, geteilt durch alle eigenständigen Aussagen mit Richtung der letzten 30 Tage, mal 100. Eine Wette zählt einmal (Abschnitt 6), neutrale Aussagen zählen nicht. Unter drei solchen Aussagen steht kein Wert; die Akte fehlt dann im Tacho, sie wird nicht auf null gesetzt. Der Tacho zeigt den Mittelwert je Gruppe: ab 60 „klar“, ab 20 „eher“, dazwischen „neutral“, jeweils bullisch oder bärisch. Diese Wörter sind die des Tachos, nicht die der Skala 0–100 in Abschnitt 3.
- Kurs: Je Akte steht höchstens eine stehende Aussage: eigenständig, mit Richtung, noch offen, nicht verkürzt oder durch die Gegenrichtung beendet und innerhalb ihres Prüffensters (eigene Frist oder Ersatzfenster). Gibt es mehrere, gewinnt die mit Ziel und eigener Frist, dann die mit eigener Frist, dann die mit Ziel, innerhalb davon die jüngste. „Frist“ heißt hier nur die selbst genannte, nicht das Standardfenster; ein Ziel ohne Frist steht in einer eigenen Liste, nicht im Diagramm. Der Kurs ist der jüngste Tagesschluss.
- Argumente und der Tag-Kanon: Narrative sind Weltbilder (Vierjahreszyklus, Superzyklus, „Institutionen kommen“ …), Begründungen die Metriken, auf die sich eine Aussage beruft (Chart-Technik, ETF-Flows …). Gezählt werden Nennungen je Woche über zwölf Wochen, getrennt für die beiden Gruppen, jede eigenständige Aussage einmal; eine Aussage kann mehrere Argumente tragen. Eine Woche fällt auf, wenn sie doppelt so viele Nennungen hat wie der Median und mindestens fünf. Die Trefferquote der Aussagen mit einem Argument steht ab 10 entschiedenen Aussagen, gegen den Zufallsbereich. Das zeitliche Zusammentreffen von Nennungen und Kurs ist kein Beleg für eine Ursache. Welche Metriken und Erzählungen es gibt, legt ein gepflegter Kanon fest (höchstens acht Kategorien); jede Änderung am Kanon steht als Methodik-Eintrag im Protokoll, Zusammenlegen und Neu-Anlegen lassen sich zurücknehmen.
- Verhalten: Alles aus den entschiedenen Aussagen der Trefferquote, je Horizont. Stärken: die Trefferquote je Akte und Horizont, ab 15 entschiedenen Aussagen ein Wert. Veränderung: die Trefferquote der beiden Gruppen nach abgeschlossenen Quartalen. Die Gruppen sind die von heute und aus denselben Aussagen gebildet; deshalb sind die Quartale vor dem 11. Oktober 2026 als rückblickend gestrichelt, erst ab diesem Tag ist die Teilung festgelegt. Timing: wie sich die Aussagen der Gruppen auf kurz, mittel und lang verteilen und wie die Trefferquote je Horizont ausfällt. Die Grafiken beschreiben die Bewegung; ob sich eine Gruppe verändert, weil sie sich anders verhält, sagen sie nicht.
- Vergleich: Akten nebeneinander über die letzten 90 Tage, 46 Zeitpunkte im Abstand von zwei Tagen. Die Haltung an einem Tag ist die Richtung der jüngsten Aussage, die an diesem Tag noch galt (eigene Frist oder Ersatzfenster, nicht durch die Gegenrichtung beendet). Wo keine Aussage galt, bleibt die Stelle leer; das ist nicht „neutral“. Dazu, an welchen Zeitpunkten eine Akte welches Argument nannte.
- Keine Akte trägt die Aussage allein: Anteile über alle Akten, etwa die Begründungen im Befund der Woche, laufen durch einen Deckel: ab vier Akten trägt keine mehr als 25 % zum Ergebnis bei; bei weniger als vier Akten wiegt jede Akte gleich (zwei Akten je die Hälfte). Bis zum 26. September 2026 stand hier ohne diese Einschränkung, keine Akte trage mehr als 25 %. Zählungen werden nicht gedeckelt (das wäre eine erfundene Zahl), sondern nennen ihre Verteilung („80 Ziele von 6 Akten · 61 davon von einer“).
- Befund der Woche: Im Radar steht ein Befund, immer aus der letzten abgeschlossenen Woche (Montag bis Sonntag), ab Montag 0 Uhr für eine Woche; fehlt die Wochenauswertung, steht keiner da. Er entsteht regelbasiert: Dieselben Daten ergeben denselben Text, jede Zeile hat eine feste Schwelle, und was sie nicht reißt, bleibt weg. Gewählt wird nach fester Reihenfolge: ein Narrativ, das anzieht, dann eines, das verstummt ist, dann Kursziele nur als Zahl (ohne Preise, ohne Namen, ohne die Betreiber-Akte, erst ab zwei Akten), dann Begründungen, dann die Gesamtstimmung. Nie die Stimmung nach Trefferquote, nie Richtungswechsel oder Namen einzelner Akten, dasselbe Narrativ nie zweimal hintereinander; eine leere Woche ergibt keinen Befund. Der Wochenreport, aus dem der Befund stammte, ist seit dem 12. Oktober 2026 weder in TruEdge zu lesen noch eine Nachricht; der Befund im Radar bleibt.
- Vorschau ohne Mitgliedschaft: Ohne Mitgliedschaft zeigt TruEdge keine Module, sondern eine Verkaufsseite. Seit dem 25. September 2026 steht dort der kostenlose Stichtag vollständig: das letzte Monatsende, das mindestens vier Monate zurückliegt (Berliner Kalender; ist die Kasse geschlossen, das Ende des Vormonats). Zu diesem Tag zeigt die Seite die Stimmung auf der Skala 0–100 mit Wert und Wort, ihren Verlauf in den Wochen davor und die Kursbewegung des Monats, dazu Karten zu den Kurszielen (ihre Lage zum Kurs, ohne Preis, Ziele vom Stichtag können heute noch gelten), zum Weg zum Treffer (der tiefste Zwischenstand je Akte, die Akten ohne Namen als Akte A, B, C …, in der Reihenfolge der Grafik, nie nach Trefferquote) und zu den Narrativen (Nennungen je Monat). Die Gruppen sind die, die zum Stichtag galten; trägt er keine Teilung, steht dort die Stimmung aller Akten zusammen, heutige Gruppen werden nie auf einen früheren Tag gelegt. Werte des Stichtags ja, Namen und Quoten je Akte nein: Gesperrt bleibt, was einen einzelnen Influencer oder eine Erzählung bewertet, die Trefferquote einer Akte, die Trefferquote eines Narrativs, der Preis, den ein bestimmter Account nennt, die Namen hinter den Zeilen. Diese Werte werden auch nicht an den Browser geschickt. Von den heutigen Zahlen stehen dort nur Größen und Zählungen: wie groß die beiden Gruppen sind und ob sie sich gerade einig sind, wie viele Akten erfasst sind, wie viele Kursziele gerade gelten und in wie vielen Aussagen sich suchen lässt, nie die Richtung, kein Name, kein Kursziel-Preis. Bis zum 25. September 2026 galt „Ausmaß ja, Einzelwerte nein“ auch für den Stichtag; die Seite zeigte statt seiner Werte eine Beispielansicht aus festen Platzhaltern. Einen frei lesbaren Beispiel-Wochenreport gab es bis zum 12. Oktober 2026; mit dem Wochenreport ist auch er entfallen.
- Benachrichtigungen (seit dem 23. September 2026 nach einem Katalog), mit oder ohne Konto, jede Kategorie einzeln abwählbar: der tägliche Tagesstand, zu gefolgten Akten neue und entschiedene Aussagen, Richtungswechsel und eine neue Einordnung zum Zufallsbereich, große Kursbewegungen, auf Wunsch Stimmungswechsel eines Horizonts, neu neu sichtbare Akten im Logbuch, sonntags um 19 Uhr der Wochenrückblick, für Mitglieder dazu Stimmung nach Trefferquote und erreichte Kursziele (der Wochenreport als Nachricht entfällt seit dem 12. Oktober 2026). „Entschieden“ heißt, was die Trefferquote zählt (gehalten oder daneben); als Zeitpunkt gilt der Moment, in dem das Urteil an der Aussage steht. Höchstens drei Nachrichten am Tag, keine zwischen 22 und 8 Uhr; Benachrichtigungen von vor dem 23. September behalten genau ihre damaligen Anlässe (dazu gehörten die Monatsbilanz und „Akte vollständig aufgearbeitet“).
- Sprachregel: TruEdge beschreibt, empfiehlt nie. Jede Zahl trägt Fallzahl und Zeitraum; kein Text sagt, was der Kurs tun wird oder was jemand tun soll. Die öffentlichen Zahlen werden von TruEdge nur gelesen, nie verändert.
10. Community (eingestellt)
Die Tagesabstimmung und die Boden-Abstimmung sind seit dem 5. September 2026 eingestellt; es werden dafür keine Daten mehr erhoben. Die Tageswerte der aktiven Zeit stehen im Protokoll, ihre Regeln in der früheren Fassung dieser Seite.
11. Grundsätze & Grenzen
- Alle Einordnungen sind Meinungsäußerungen und Werturteile auf Basis öffentlicher Aussagen und der tatsächlichen Kursentwicklung, keine Tatsachenbehauptungen über Absicht, Positionen oder Redlichkeit eines Influencers.
- Jede aufgenommene Aussage verlinkt ihre Originalquelle: jeder kann unsere Einordnung selbst überprüfen.
- Subjektivität lässt sich nicht wegdefinieren, aber disziplinieren: gleiche Kriterien für alle, Regeln statt Ermessen, wo es geht, komplette Monate statt Auswahl, Korrekturen transparent.
- Nichts auf dieser Website ist eine Anlageberatung oder Handlungsempfehlung, Näheres im Haftungsausschluss.
Profil-Zustand „verifiziert“ & der direkte Korrekturweg
Bewertete Influencer können ihr Profil beanspruchen (kostenloser Zugang unter /influencer, Freischaltung per Einmal-Code). Ein beanspruchtes Profil trägt die Kennzeichnung „✓ verifiziert“ und kann ein eigenes Profilbild führen. Profilbilder nur mit Zustimmung: Ein Bild steht nur dort, wo wir es mit Zustimmung führen: im Kopf der Akte, im Trefferquote-Feld, in der Festlegung und in der Aktenliste des Logbuchs (seit dem 12. Oktober 2026). Wer kein Bild hat, trägt dort seine Initialen. Der Zugang eröffnet den direkten Korrekturweg: In der eigenen Akte lässt sich zu jeder Aussage eine strukturierte Korrekturanfrage stellen, deren Bearbeitungsstatus im eigenen Bereich einsehbar ist.
Was „verifiziert“ nicht bedeutet: Die Kennzeichnung sagt nur, dass der Influencer die Kontrolle über ihr Profil übernommen hat. Sie ist keine Empfehlung, kein Gütesiegel und kein Einverständnis des Influencers mit unseren Einordnungen: und sie ändert nichts an den Kriterien: Der Zugang erlaubt Anfragen, niemals das eigenständige Ändern des Archivs.
Korrekturen: Betroffene nutzen am einfachsten den Korrekturweg über ihr beanspruchtes Profil; daneben können Betroffene und Leser jederzeit per E-Mail eine Überprüfung anstoßen: support@truebias.de. Jede nachträgliche Änderung an einer beurteilten Aussage landet im Korrektur-Protokoll (Abschnitt 12).
12. Korrektur-Protokoll
Das Korrektur-Protokoll ist unser Versprechen, Bewertungen nicht stillschweigend umzuschreiben. Der Server protokolliert jede nachträgliche Änderung an einer bereits beurteilten Aussage und jede Entfernung einer Aussage automatisch und dauerhaft, gleich ob ihr Monat schon zählt. Einträge werden nie gelöscht. Auch Änderungen an dieser Methodik stehen dort als eigene Einträge, mit Vorzustand, Endstand und Begründung, bei einer Umstellung mit den Zahlen jeder Akte davor und danach.
Korrekturen stehen in demselben Ereignisstrom wie alles andere, dem Protokoll: Zwei Filter trennen „neu erfasst“ von „nachträglich geändert“, und hinter jeder Änderung klappt auf, welches Feld betroffen war, was vorher dastand und warum. Das Protokoll einer Akte ist derselbe Strom, nach dieser Akte gefiltert.
13. Finanzierung
True₿ias finanziert sich über zwei Quellen: die Mitgliedschaften in TruEdge, sobald der Bereich geöffnet ist, und einen als Anzeige gekennzeichneten Affiliate-Link zur BitBox02-Hardware-Wallet. Der Link steht als abgesetzte, gekennzeichnete Zeile am Ende von Bias Radar und Bias-Logbuch, nach dem redaktionellen Inhalt, nie darin. Kommt darüber ein Kauf zustande, erhalten wir eine Provision; der Preis für Käufer ändert sich nicht.
Die Anzeige ist keine redaktionelle Empfehlung. Weitere Werbepartner gibt es nicht: Kein bewerteter Influencer, keine Börse und kein sonstiger Anbieter zahlt uns Geld. Aufnahme, Einordnung und Bewertung von Aussagen sind davon vollständig unabhängig. Ändert sich an der Finanzierung etwas, wird zuerst dieser Abschnitt aktualisiert.