Mt. Gox · 2014 · Börse
„Deine Coins liegen sicher bei uns.“
Rund 850.000 BTC verschwunden. Die Rückzahlungen an Kunden begannen über zehn Jahre später.
Stimmung nach Horizont
Verwahrung
Als FTX zahlte, wurde in Dollar entschädigt – zum Kurs des Insolvenztags. Bitcoin stand damals bei rund 16.000 $. Den Anstieg danach bekam nicht der Kunde. „Voll zurückgezahlt“ heißt: der Nominalwert. Nicht deine Coins.
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Kaufst du hierüber, erhalten wir eine Provision – dein Preis ändert sich nicht. Es ist die einzige Anzeige auf True₿ias; kein bewerteter Influencer und keine Börse zahlt uns etwas. Die Bewertungen sind davon unberührt – Methodik („Finanzierung“).
Das Gerät, das wir selbst benutzen
Direktbezug – kein Zwischenhandel, keine geöffneten Pakete.
Wir empfehlen kein Gerät, ohne den Maßstab zu nennen. Diese sieben Punkte entscheiden – und du kannst mit ihnen zu einem anderen Schluss kommen als wir.
Ja – und wir nennen sie, weil eine Empfehlung ohne Alternative keine Empfehlung ist, sondern eine Anzeige. An keinem der folgenden Geräte verdienen wir etwas.
Eine unbequeme Stelle in unseren eigenen Kriterien: Von den hier genannten Geräten erfüllt Kriterium 7 – Einrichtung und Support auf Deutsch – praktisch nur die BitBox. Ein Kriterium, das genau ein Gerät übrig lässt, ist begründungsbedürftig. Wir halten es für berechtigt, weil Missverständnisse beim Verwahren Coins kosten – aber es ist der Punkt, an dem unsere Auswahl von einem Maßstab zu einer Vorliebe wird. Wer kein Deutsch braucht, sollte die Liste ohne Kriterium 7 lesen: dann stehen drei Geräte gleichauf.
Bewusst keine Vergleichstabelle: Firmware-Versionen, Varianten und Prüfberichte ändern sich. Eine veraltete Tabelle wäre auf dieser Seite das Gegenteil von dem, wofür True₿ias steht. Die Kriterien oben sind stabil – die Geräte prüfst du damit selbst.
Stand der Angaben: Juli 2026
Ein kleines Gerät, auf dem deine privaten Schlüssel entstehen und bleiben. Es geht nie ins Internet. Zum Bezahlen wird die Überweisung am Gerät angezeigt und dort per Knopfdruck freigegeben – der Schlüssel selbst verlässt das Gerät dabei nicht.
Deine Bitcoin liegen nicht auf dem Gerät. Sie liegen in der Blockchain. Das Gerät hält nur den Nachweis, dass du darüber verfügen darfst. Geht es kaputt oder verloren, stellst du alles aus deinen 12 oder 24 Wörtern wieder her – auf einem beliebigen neuen Gerät.
Auf einer Börse gehören dir keine Coins, sondern eine Forderung gegen ein Unternehmen. Solange alles läuft, ist das dasselbe. Im Insolvenzfall nicht: Dann wirst du zum Gläubiger, und entschädigt wird – wenn überhaupt – in Landeswährung zum damaligen Kurs.
Genau das ist bei FTX passiert. Wer stattdessen selbst verwahrt hat, hat keine bessere Prognose gebraucht, sondern nur den Gegenparteirisiko-Anteil aus der Rechnung genommen.
Der Preis dafür ist Verantwortung: Es gibt keinen Support, der dein Passwort zurücksetzt.
Rechne mit ein bis zwei Stunden beim ersten Mal. Die Wiederherstellungsprobe ist der wichtigste Teil und der einzige, den man nachträglich nicht nachholen kann.
Selten durch Hollywood-Hacks. Meist banal:
Die Seed-Phrase als Foto. Das Handy schiebt es automatisch in die Cloud – ab da hat jeder mit Zugriff auf dein Google- oder Apple-Konto deine Coins. Die Wörter sind die Coins.
Das Schnäppchen-Gerät. Wallets vom Marktplatz oder aus zweiter Hand kommen manchmal mit beigelegter, „vorinstallierter“ Seed-Phrase – dann gehören die Coins dem Verkäufer, der nur wartet.
Die nie geprobte Wiederherstellung. Ein falsch notiertes Wort fällt erst auf, wenn es zu spät ist.
Der Ernstfall ohne Plan. Coins, von deren Existenz und Zugang niemand weiß, sind im Zweifel niemandes Coins. Ein versiegelter Hinweis für den Notfall gehört dazu.
Von den vier Punkten oben löst ein Hardware-Wallet einen: Es nimmt die Börse aus der Gleichung. Bestellst du direkt beim Hersteller, ist auch der zweite erledigt.
Notieren, proben und den Notfall regeln bleibt deine Aufgabe. Kein Gerät schreibt die Wörter für dich auf, probt die Wiederherstellung oder klärt, wer im Ernstfall Bescheid weiß. Das ist der unbequeme Teil der Selbstverwahrung – und der Grund, warum diese Liste hier steht und nicht im Kleingedruckten.
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Logbuch · Verwahrer
Derselbe Maßstab wie bei Influencern: Ist die Aussage nachprüfbar, und wie ist sie gealtert?
Mt. Gox · 2014 · Börse
„Deine Coins liegen sicher bei uns.“
Rund 850.000 BTC verschwunden. Die Rückzahlungen an Kunden begannen über zehn Jahre später.
FTX · 2022 · Börse
„Kundengelder sind jederzeit gedeckt.“
Entschädigt wurde in Dollar, zum Kurs des Insolvenztags. „Voll zurückgezahlt“ heißt: der Nominalwert. Nicht deine Coins.
Verwahrer · 2022 · Zinsprodukt
„Dein Guthaben ist jederzeit verfügbar.“
Die Auszahlungen wurden im Juni 2022 eingefroren – ohne Vorwarnung, für alle gleichzeitig.
Branche · laufend · Regulierung
„Wir sind reguliert.“
Stimmt meist und sagt etwas über Aufsicht und Meldepflichten. Über die Trennung der Kundenbestände im Insolvenzfall sagt es je nach Rechtsraum wenig.
Branche · seither · Proof of Reserves
„Wir weisen unsere Reserven nach.“
Eine Momentaufnahme der Guthaben – über die Verbindlichkeiten sagt sie wenig. Nicht falsch, aber ohne Angabe zu Schulden und Zeitpunkt nicht nachprüfbar.
Nachprüfbar ist am Ende nur, was auf deinen eigenen Schlüsseln liegt. Alles andere ist ein Versprechen – und Versprechen altern.
Keine Anlage- oder Sicherheitsberatung. Selbstverwahrung bedeutet auch Eigenverantwortung: Verlust der Seed-Phrase heißt Verlust der Coins. Herstellerangaben sind als solche gekennzeichnet und von uns nicht überprüft. Näheres im Haftungsausschluss.
Community
Jeden Tag eine Stimme. Um 15:30 wird der Tageswert festgeschrieben – und danach genauso gealtert wie die Aussage eines Influencers.